Light for the Last Days

Noch ein Papst

Ein Fernsehbericht beschrieb die Beerdigung von Johannes Paul II als `die erste globalisierte Beerdigung des ersten globalen Papstes`. Das Treffen von politischen und religiösen Vorstehern war sicherlich ein genauso erstmaliges Ereignis wie die Fernsehabdeckung des Anlasses. All dies weist auf den immer schneller werdenden Prozess der politischen und religiösen Einigung der Welt hin. US-Präsident George Bush bezeichnete den Papst als `Heiligen Vater` und lobte ihn sehr für seine Hilfe in der Einigung der Welt. Vorsteher von beinahe jedem grösseren Land in der Welt (ausser China), miteingeschlossen die arabischen Nationen, die palästinensische Autonomiebehörde und königliche Familien nahmen an der Beerdigung des Papstes teil. Repräsentanten der islamischen Welt, der Protestantischen und der Orthodoxen Kirchen, der UNO, der Buddhisten und der Hindus erwiesen dem verstorbenen Papst die letzte Ehre.

Die meisten drückten öffentlich ihre Wertschätzung Papst Johannes Paul II gegenüber aus, vor allem darüber, wie er in verschiedensten Ländern der Erde den Weltfrieden gefördert hatte. Sogar eingeschworene Gegner lobten den Papst. Die islamische Gruppierung Hamas zum Beispiel betrauerte den Papst als einen `grossartigen Mann des Friedens` und Palästinenserpräsident Abbas und Minister Ahmad Qurei sagten, dass der Papst die Errichtung eines palästinensischen Staates mit Jerusalem als Hauptstadt unterstützt hatte. Auch Israels Ministerpräsident Sharon beschrieb den letzten Papst als `Mann des Friedens und ein Freund des jüdischen Volkes`.

In der Gegenwart des päpstlichen Leichnams gab es einen mächtigen Geist und eine Kraft der Welteinheit. Offenbarung 17 spricht von der Frau, die auf einem Tier reitet, eine Allianz der religiösen und politischen Kräften der Welt. Offenbarung 13.4 spricht von einer Einmann- Religion, in der alle den Antichrist und den falschen Propheten anbeten werden. Papst Johannes II war weder Antichrist noch falscher Prophet. Doch in seinem Leben und Sterben gab es davon einen Schatten. Die Welt verneigte sich respektvoll vor ihm, weil er eine einfache Lösung für den Frieden hatte, nämlich dass sich alle Religionen vereinigen und ihren Glauben teilen sollten. Dies verneint die Botschaft des Evangeliums, dass Frieden einzig durch Jesus den Messias und sein Opfer für die Sünder der Welt am Kreuz möglich ist. Diese Botschaft ist für die kommende globale religiöse und politische Union annehmbar.

Trotz seinem Ruf als Linientreuer des Vatikans hat der neue Papst Benedict XVI versprochen, die ökumenische und überkonfessionelle Arbeit seines Vorgängers fortzusetzen. Der ehemalige Kardinal Joseph Ratzinger sagte, seine primäre Aufgabe sei der Versuch, alle Christen wiederzuvereinigen und `einen offenen und ernsthaften Dialog` mit anderen Religionen anzustreben.

In seiner Wahl des Namens Benedikt liegt ein Interesse im Licht der Prophezeiung des 12. Jahrhunderts vom irischen katholischen Bischof Malachy. Er sagte die Eigenschaften der letzten 112 Päpste voraus. Benedikt ist der 111-te in der Linie der Prophezeiung von Malachy. Seine Vorhersage beschreibt den neuen Papst als `die Herrlichkeit der Olive`. Die Olive ist Symbol des Benediktinerordens, dessen Gründer Benedikt war, der gewählte Namen des neuen Papstes. Nach Malachys Prophezeiung wird es nur noch zwei Päpste geben bevor Rom zerstört wird, der neugewählte Benedikt XVI und denjenigen, den er `Peter der Römer` nennt, der letzte Papst.

Tony Pearce

Tony Pearce

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