Light for the Last Days

Israel und der Mittlere Osten

Die Grenzen Israels – wo sollten sie sein?

An der Entscheidung Ariel Sharons, die Kontrolle über den Gazastreifen abzugeben, schieden sich die Geister der Israelis. Ariel Sharon rechtfertigte seine Entscheidung für den Rückzug damit, dass man Juden und Palästinenser trennen müsse und Israel sich daher aus dicht besiedelten arabischen Gebieten zurückziehen müsse. Nur so ist es möglich, dass Israel eine permanente jüdische Mehrheit im Staat erhalten kann. Seine Gegner betrachten dies als Verrat an den Siedlungen und eine Unterordnung gegenüber den Forderungen des palästinensischen Terrorismus.

Durch den Rückzug stellt sich die Frage, wo die Grenzen Israels verlaufen sollten. Shaul Mofaz, der israelische Verteidigungsminister, sagte in der Jerusalem Post vom 9.Mai 05:

„Gaza ist nicht unser Geburtsrecht noch das Land unserer Vorväter. Unter jedem möglichen Schlussabkommen wird Gaza mit Sicherheit ausserhalb der Grenzen Israels bleiben. Die Gegner des Rückzuges sind damit nicht einverstanden und weisen darauf hin, dass Gaza Teil der Erbschaft an die Kinder Israels in der Vergangenheit war (4. Mose 34,2-6), und ihnen für die Zukunft verheissen wurde (Hesekiel 47,19-20).

Der Prozess der Rückgabe war für diejenigen, die in Gaza gelebt hatten, extrem schmerzhaft, denn sie verloren ihr Zuhause und ihren Lebensunterhalt. In Gush Katif haben die jüdischen Siedler ein Stück Land bearbeitet, welches die Araber zuvor als gottverlassen und unmöglich zu bearbeiten betrachtet hatten. Sie produzierten auf diesem Landstück im Überfluss Früchte und Gemüse und sorgten so für 10000 Arbeitsplätze, wovon 5000 für palästinensische Araber waren. Israel hinterlässt Treibhäuser auf einer Fläche von rund 400 Hektaren.

In einer jüdischen Zeitung (London Jewish Tribune) erschien ein Artikel über Gebetsveranstaltungen von orthodoxen Juden, „die den Schöpfer anflehten, den Vertreibungserlass aufzuheben und Ihn baten, Erbarmen mit dem Überrest seines Volkes zu haben. Sie hätten niemanden, auf den sie sich stützen können, ausser ihrem Vater im Himmel.“ Trotz ihrer Gebete fand der Rückzug statt.

Was die Palästinenser und den grössten Teil der Welt betrifft, so ist dieser Rückzug nur der Anfang eines Prozesses, dessen Minimalforderung die Rückgabe aller Gebiete ist, die Israel seit 1967 besetzt hatte. Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas sagte am 13. August:

„Die Palästinenser feiern heute die Befreiung des Gazastreifens und werden morgen – so Gott will – die Befreiung Jerusalems feiern. Das ist das Sprungbrett, von welchem unser Volk beginnen kann, den palästinensischen Staat mit Jerusalem als Hauptstadt aufzubauen.“ Die Israelis waren sehr erzürnt als sie merkten, dass ein Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen ein Programm unterstützte, das Tausende von Fahnen, Aufkleber, Tassen und T- Shirts mit diesem Slogan produzierte und im ganzen Gazastreifen an Palästinenser verteilte.

Die Thematik über den Verlauf der Grenzen Israels wird erhitzt diskutiert und hat sowohl politische wie auch religiöse Dimensionen. In diesem Artikel wollen wir die dazugehörenden Punkte näher anschauen.

Kurzer Rückblick auf die Geschichte dieses

Gebiets

Wie kam Israel in den Besitz des Westjordanlands (Judäa und Samaria), der Golan Höhen, des Gazastreifens, der Halbinsel Sinai und der Osthälfte Jerusalems, einschliesslich der Altstadt? Nach der Errichtung des Staates Israel in 1948 wurden diese Gebiete von Jordanien, Ägypten und Syrien verwaltet. Im Mai 1967 verlangte der ägyptische Präsident Nasser den Rückzug der UN Friedenstruppen, welche seit 1957 in Gaza und Sharm el Sheikh stationiert gewesen waren. Die UN Truppen zogen ab und Nasser sperrte die Meerenge von Tiran und verhinderte dadurch, dass Schiffe Eilat, den südlichen Hafen Israels, erreichten. Seine Absichten bei diesem feindlichen Akt waren klar. Am 27. Mai 1967 sagte er: „Unser grundlegendes Ziel wird die Zerstörung Israels sein.“ König Hussein von Jordanien stellte seine Armee unter ägyptische Kontrolle und Irak und Syrien schlossen sich dem Ruf nach einem islamischen heiligen Krieg an, der zum Ziel hatte, Israel von der Landkarte verschwinden zu lassen. Am 5. Juni sah sich Israel von arabischen Heeren umgeben, die zum Angriff bereit waren, und lancierte einen Präventivschlag. Innerhalb von 6 Tagen besiegte Israel seine Feinde und nahm darauffolgend Land an der ägyptischen, jordanischen und syrischen Front ein.

Israel bot daraufhin an, über ein Friedensabkommen zu verhandeln, indem es das eingenommene Land gegen Frieden an seine arabischen Nachbarn zurückgeben würde. Die Antwort kam aus Karthum, Sudan, wo sich arabische Regierungsvertreter getroffen hatten, um über den Ausgang des Sechstagekrieges zu diskutieren. Am 1. September gaben sie eine Resolution heraus und kündigten ihre drei „Neins“ an: „Kein Friede, keine Anerkennung, keine Verhandlung.“ Die Vereinten Nationen gaben darauf die Resolution 242 heraus, welche die Unzulässigkeit betonte, Gebiete durch Krieg anzueignen, und die Notwendigkeit, an einem gerechten und dauerhaften Frieden zu arbeiten, wo jeder Staat in diesem Gebiet in Sicherheit leben könne.“ (Man bemerke, dass die Resolution absichtlich „Territorien“ sagte und nicht „die Territorien“; dies bedeutet, dass von Israel nicht verlangt wurde, genau auf die Grenzen vor 1967 zurückzugehen).

Als es klar wurde, dass die Araber kein Interesse an Friedensverhandlungen hatten, förderte man in Israel unter der Koalition der Arbeiterpartei den Aufbau von Siedlungen oder neuen Gemeinden im eingenommenen Land, welches Judäa und Samaria, das Kernland des biblischen Israels, einschliesst. Nachdem 1977 die Regierungsmacht an die rechtsstehende Likudpartei ging, wurde dieser Prozess noch beschleunigt. Es gab auch schon lange vor 1948 jüdische Gemeinden im Westjordanland, in Hebron und Gush Etzion. An beiden Orten verübten Araber während der britischen Mandatszeit Massaker, bei denen eine grosse Anzahl Juden getötet wurden. Das Westjordanland oder Judäa und Samaria ist gemäss der Bibel die Wiege der jüdischen Zivilisation, und viele Juden halten aufgrund ihres Glaubens und ihrer Geschichte daran fest, dass dies durch einen göttlichen Bund ihnen gehört. Die israelische Regierung meinte auch, gewisse Siedlungen könnten einen Sicherheitszweck erfüllen.

Heute glauben einige Israelis, dass es für den Friedensprozess notwendig ist, diese Siedlungen zu räumen, während andere, im besonderen die Siedler selbst, überzeugt sind, dass dies nicht zum Frieden führen wird, weil die Palästinenser die geräumten Gebiete zum Angriff auf Israel benützen werden und so versuchen, sich mehr und mehr Land durch Gewalt anzueignen. Der Fall Gaza gibt zu grossen Bedenken Anlass, dass dieses Gebiet durch militante islamische Gruppen, die sich dem Terror gegen Israel verschrieben haben, übernommen wird.

Nach dem Rückzug aus Gaza wird der Rest der Welt enormen Druck auf Israel ausüben, damit sich Israel aus dem ganzen Westjordanland einschliesslich der Altstadt Jerusalems zurückziehe. Israelische Politiker aus dem rechten Parteienflügel haben die Forderungen eines vollständigen Rückzugs auf die Grenzen vor 1967 sowie eine erneute Teilung Jerusalems abgelehnt. Der ehemalige Vorsteher der linken Arbeiterpartei und Vizepremierminister, Shimon Peres, hat jedoch gesagt, dass es keine Aussichten auf ein ‚abschliessendes Abkommen’ mit den Palästinensern gibt, ohne dass Israel einer Teilung Jerusalems zustimmt und die Stadt Hebron im Westjordanland abtritt. Was Shimon Peres sagt, entspricht etwa den Forderungen der restlichen Welt, auch solcher Länder, die Israel gegenüber Sympathien zeigen.

Heute ist Jerusalem von jüdischen Agglomerationen mit ungefähr 175’000 Einwohnern umgeben und weitere 224000 Israelis leben in Städten und Siedlungen im Westjordanland. Über der Altstadt von Jerusalem wird der Tempelberg und die Klagemauer als die heiligste Stätte der Juden auf der ganzen Erde betrachtet. Die meisten Israelis stimmen mit den Worten von General Dayan überein, als er nach der Eroberung der Altstadt in 1967 sagte: „Wir haben unsere heiligsten Städte wiedergewonnen, damit wir sie nie wieder hergeben.“ 9000 Siedler aus dem Gazastreifen zu entwurzeln war schon ein traumatisches Erlebnis für Israel. Die Aussiedlung all dieser Menschen aus dem Westjordanland und Jerusalem könnte sogar einen Bürgerkrieg in Israel auslösen.

Nichtsdestoweniger arbeiten die Weltmächte mit den USA, der EU, Russland und den Vereinten Nationen an der Spitze auf den Plan namens „Road Map“ hin, welcher einen palästinensischen Staat neben Israel vorsieht. Die Palästinenser haben es klar gestellt, dass sie sich mit nichts weniger als mit der Kontrolle über das ganze von Israel 1967 eroberte Gebiet zufrieden geben.

Welche Grenzführungen sind für Israel möglich?

Vom Nil bis an den Euphrat

In 1. Mose 15,18 lesen wir vom Bund, den Gott mit Abraham geschlossen hat. „Deinen Nachkommen habe ich dieses Land gegeben, vom Strom Ägyptens an bis zum grossen Strom, dem Euphratstrom.“ Gemäss vielen Kommentatoren ist der Fluss Ägyptens nicht der Nil sondern der Wadi el Arish oder der Bach Ägyptens, der etwa 150 Kilometer östlich des Nils fliesst (auf der Sinai-Halbinsel). Während kurzer Zeit unter Salomon regierte Israel über „alle Königreiche, vom (Euphrat-)Strom bis zum Land der Philister und bis an die Grenze Ägyptens (1. Könige 5,2). Salomons Reich zerbröckelte jedoch schnell und die Grenzen wurden enger gezogen. In den Tagen seines Sohnes Rehabeam wurde Israel in das Nordreich Israel und in das Südreich Juda geteilt. Gemäss der Bibel gibt es einen Bezug zwischen Israels Treue Gott gegenüber und seinem Grenzverlauf und Wohlergehen.

Kein Israeli würde heutzutage über ein Israel träumen, das die Gebiete des modernen Syrien, Jordanien, grosse Teile des Iraks und einen Teil Ägyptens einschliesst. Trotzdem fördert anti- israelische Propaganda in der arabischen Welt den Gedanken, dass dies Israels Absichten sind. Die von den Vereinigten Staaten angeführte Invasion und Besetzung des Iraks hat diese Befürchtungen noch verstärkt. Eine Tonbandaufnahme von Osama bin Laden im Februar 2003 sagt aus: „Das Ziel der Kampagne dieser Kämpfer ist die Vorbereitung der Stimmung im Land auf die Errichtung des sogenannten Grossisraels, welches weite Teile Iraks, Ägyptens, Syrien, Jordanien und grosse Teile (Saudi Arabiens) einschliesst.“

Die Bibel lehrt, dass der Messias von Jerusalem aus die Welt regieren wird. Während dieser Zeit wird der Nahe Osten wahren Frieden kennen mit einer Strasse von Ägypten nach Assyrien. „An jenem Tag wird es eine Strasse von Ägypten nach Assur geben, ein Segen inmitten der Erde.“ Jesaja 19,23-25.

Diese gesegnete Zeit kommt nach der Rückkehr des Messias Jesus, wenn die Bedingungen auf der Erde so verändert sein werden, dass sich die an Abraham ergangene Verheissung mit vollständigem Frieden unter allen betroffenen Völkern erfüllen wird. Bis zu dieser Zeit ist selbst der Gedanke an Grenzen Israels vom Fluss Ägyptens bis an den Euphrat töricht.

Vom Jordan bis zum Mittelmeer

Gegenwärtig hat Israel als Ergebnis des Sechstagekrieges Kontrolle über das Gebiet vom Jordanien bis ans Mittelmeer . Dies ist gerade auch das Gebiet, welches die Stämme Israels in biblischen Zeiten eingenommen hatten. Es ist als Eretz Israel bekannt, das Land Israel, im Gegensatz zu Medinat Israel, dem Staat Israel mit seinen Grenzen von vor 1967. Die Bewegung der jüdischen Siedler, Gush Emunim, gegründet in 1974, betrachtet den Siedlungsbau, speziell an Orten mit biblischer Bedeutung wie Hebron, als heilige Pflicht. Sie werden sich nie auf Gebiete wie „das Westjordanland“ beziehen, sondern brauchen die biblischen Namen „Judäa und Samaria“. Sie betrachten den Zionismus als Anfang des Erlösungsprozesses Israels, der zum Erscheinen des Messias führen wird, welcher selbstverständlich in ihrer Auffassung nicht Jesus ist, sondern ein König, der wie David regiert und Befreiung für das jüdische Volk von seinen Feinden bringt. Gemäss den Gush wird das Kommen des Messias verzögert, wenn das Land an Nicht-Juden zurückgegeben wird.

Das Problem für die Gush Emunim ist, dass sie Orte besiedeln, die von einer grossen und feindlichen arabischen Bevölkerung umgeben sind, welche die Anwesenheit der Siedler unter ihnen nicht akzeptiert. Nach Auffassung der internationalen Gemeinschaft sind ihre Siedlungen ein Hindernis für den Frieden und müssen in einem abschliessenden Siedlungsabkommen mit der arabischen Welt entfernt werden.

Absolut zentral ist die Frage über den Status von Jerusalem, welches von 1948-1967 zwischen Israel und Jordanien aufgeteilt war und jetzt unter israelischer Herrschaft steht. Die kleinste arabische Forderung ist, dass sich Israel von allen 1967 besetzten Gebieten zurückzieht, einschliesslich der Altstadt Jerusalems.

Von der Grünen Linie (Grenze von 1967) bis zum Mittelmeer

Vom Standpunkt der praktischen Politik sind das die Grenzen, die Israel gemäss den Nationen gerade jetzt annehmen sollte. Eine Zweistaatenlösung, wo Israel und Palästina nebeneinander leben, wird von den meisten führenden Persönlichkeiten auf der Welt, auch von Tony Blair und George Bush, als ideale Lösung betrachtet. Die Linke Israels stimmt damit überein, dass Land für Frieden gegeben werden sollte und sogar Ariel Sharon, der frühere Favorit der Rechten, kommt jetzt zu einer Position, wo er versucht, so viel wie möglich vom Westjordanland als Gegenleistung für eine Siedlung zu behalten Man sprach darüber, den grössten Siedlungsblock um Ariel und Gush Etzion zu behalten und als Gegenleistung den Palästinensern mehr Land von Israel zu geben. Die Siedler, welche es als ihre religiöse Pflicht betrachten, Judäa und Samaria zu besetzen, werden diesen Vorschlag bekämpfen und die meisten Israelis wären mit einer Übergabe der Altstadt Jerusalems nicht einverstanden.

Der „Land für Frieden“-Handel verlangt von Israel, Gebiete aufzugeben, die für seine Verteidigung in der feindlichen arabischen Umgebung ausschlaggebend sind, und Jerusalem wieder zu teilen für ein Versprechen von Seiten der Palästinenser, „den Terror zu bekämpfen“ (nicht zu stoppen). In Anbetracht dessen, dass die Palästinenser ständig in Schulen, Moscheen, Filmen und Liedern Hass gegenüber Israel säen und ihm jegliches Existenzrecht im Palästinensischen Nationalen Bund absprechen, sind die Chancen auf Erfüllung dieses Versprechens wahrlich gering.

Vom militärischen Gesichtspunkt her sagte der im Ruhestand lebende Armeegeneral Dagan:

„Die Errichtung eines souveränen Palästinenserstaates wird im wahren Sinne des Wortes eine Katastrophe für den Staat Israel sein.“ Mit einer hohen Militarisierung der Gesellschaft und der Kontrolle von Höhenzügen über israelischen Ballungszentren könnten die Palästinenser die Infrastruktur der israelischen Gesellschaft sabotieren und die Bevölkerung mit Granaten- und Raketenangriffen terrorisieren, was Israel in einen Krieg mit den Palästinensern verwickeln könnte. Dies könnte auch die umliegenden arabischen Länder miteinbeziehen, sodass Israel einmal mehr für sein Überleben wie in 1967 kämpfen müsste.

Vom Mittelmeer zum Mittelmeer

Die Befürchtung der Israelis ist, dass das wahre Ziel der Palästinenser und der arabischen Welt nicht eine Zweistaatenlösung ist, sondern eine Einstaatenlösung mit einem arabisch- islamischen Staat vom Jordan bis ans Mittelmeer und der Staat Israel dabei ins Meer gedrängt würde. Während die Welt Israel wegen seiner Politik eines Grossisraels verurteilt, wird die Politik einer Existenz von Grosspalästina, welche die Vernichtung Israels bedeutet, kaum je kritisiert, ja sogar anerkannt. Vom Standpunkt des radikalen Islams gesehen ist das Gebiet des Nahen Ostens „Dar al Islam“ (Haus des Islams) und sollte von Muslimen regiert werden. Nassers Ziel, 1967 Israel zu zerstören, wurde nie aufgegeben und wird von vielen im palästinensischen Lager aufrecht erhalten.

Am 19. August gab der abgeordnete Direktor der palästinensischen Vereinigung Geistlicher, Sheikh Muhammad Ali, ein Interview im Fernsehsender der Hisbollah, Al-Manar. Dabei wurde Dschihad als Pflicht aller Muslime diskutiert, sowie die kommende Eroberung von ganz Palästina durch Dschihad, nicht Verhandlung. Nachfolgend einig Auszüge seiner Aussagen (Information von Memri):

„Für jedes Land oder Landstück, welches zu einem bestimmten Zeitpunkt den Muslimen gehörte, haben alle Muslime die Pflicht, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen um dieses Land zu befreien, wo es auch immer liegt. Es ist wahr, viel kostbares Land ist heute unter Besetzung. Es wurde vergessen, und Andalusien (Spanien und Portugal) ist ein Beispiel dafür. Trotzdem ist es die Pflicht der Muslime, es zu befreien. Aber da wir über Palästina und Gaza und so weiter diskutieren, wollen wir uns auf dieses kostbare moslemische Land konzentrieren, besonders weil Jerusalem und die Al-Aqsa Moschee den Muslimen gehört und zum Teil des muslimischen Glaubens wurde.

Wenn Allah will, werden wir (Palästina) als Eroberer und Befreier betreten, nicht durch Verhandlungen, sondern durch Dschihad und Widerstand, denn die Hadith sagt: „Und die Muslime werden die Juden töten“ – Töten gehört dazu. Diese göttliche Prophezeiung, welche im Koran und in der Hadith erscheint, lehnt die Legitimität der Normalisierung oder jegliches Abkommen ab, denn es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Muslime schliesslich Jerusalem befreien und Palästina wieder einnehmen werden.“

Viele sehen den „Friedensprozess“ als Trick an, um Israel zu schwächen, bevor man sich aufmacht, den jüdischen Staat zu vernichten. Siehe dazu unsere Ausführungen in der letzten Ausgabe Seite 9/10.

Schlussfolgerung

Gemäss den Prophezeiungen von Sacharja wird Jerusalem in den letzten Tagen dieses Zeitalters weltweit zum Mittelpunkt der Aufmerksamkeit werden; dies wiederum führt zum letzten Konflikt, wenn sich alle Nationen gegen Israel zum Kampf zusammenziehen. „An jenem Tag, da mache ich Jerusalem zu einem Stemmstein für alle Völker; alle, die ihn hochstemmen wollen, werden sich wund reissen. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln. ….Und ich versammle alle Nationen nach Jerusalem zum Krieg.“ Sacharja 12.3; 14.2. Gemäss der Prophezeiung von Joel wird das Versammeln der Nationen zum Gericht führen, „wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, das sie unter die Nationen zerstreut haben. Und mein Land haben sie geteilt.“ Joel 4.2

Jesus sagte: „Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden.“ (Lukas 21.24) Viele an Prophetie interessierte Christen glaubten, dass Israels Wiedereroberung der Altstadt Jerusalems 1967 ein Zeichen des Endes der „Zeit der Heiden“ sei; es ist aber klar, dass dies noch nicht der Fall ist. Die Weltmächte – vertreten durch die Vereinten Nationen und die Vertreterstaaten der Road Map – drängen Israel jetzt in die Ecke und bereiten den Weg für den letzten Konflikt in dieser Sache.

Zu jener Zeit werden die, welche nach Israels Zerstörung trachteten, selber von Gott gerichtet werden. Jene Nationen, welche auf Israel Druck ausübten, das Land gegen einen falschen Frieden zurückzugeben, werden selber unter dem Gericht leiden, das Gott auf ihre Länder bringen wird. Der Hurrikan Katrina erreichte die USA nur gerade eine Woche nach dem Rückzug aus dem Gazastreifen, was zu einem grossen Teil auf Druck der USA hin geschehen ist. Viele Jahre zuvor begann der Niedergang Britanniens als Grossmacht dadurch, dass sie die Ausreise jüdischer Flüchtlinge nach Palästina während der Mandatszeit verhindert und der Errichtung des Staates Israel in 1948 widerstanden hatten. In der entscheidenden Abstimmung der Vereinten Nationen in 1947 über die Teilung Palästinas, wodurch Israel neu entstand, enthielt sich Grossbritannien, auch nach allem, was das jüdische Volk im Holocaust durchlitten hatte.

Am Ende der Tage wird etwas Bemerkenswertes mit dem Überrest der jüdischen Bevölkerung geschehen. Gemäss der Prophezeiung in Sacharja 12,10 wird Gott „über das Haus David und über die Bewohnerschaft von Jerusalem den Geist der Gnade und des Flehens ausgiessen und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint.“ In der Not der Endzeit wird Israel den Schöpfer anflehen, damit Er sich des Überrestes seines Volkes erbarme, und sie erfahren, dass Er antwortet, wenn sie im Namen dessen beten, der verachtet und verworfen wurde, auf den der Herr alle Ungerechtigkeit von uns gelegt hatte (Jesaja 55), und der starb als er durchstochen wurde (Kreuzigung), bevor er von den Toten auferstand, um allen Gläubigen neues Leben zu geben indem Er ihnen die Sünden vergibt und sie zu ewigem Leben auferstehen lässt. Jeschua – Jesus der Messias.

Tony Pearce

Tony Pearce

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