Light for the Last Days

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Globale Friedenspläne

Welcher ist der richtige?

Rick Warren, der Autor des Bestsellers „Leben mit Vision“ und Leiter einer der grössten Kirche Kaliforniens, der Saddleback-Kirche, hat einen globalen Friedensplan entworfen, mit dem Ziel, eine Milliarde „Fusssoldaten für Gottes Reich“ zu gewinnen. In seiner Rede vor 30000

Zuhörern in Anaheim, USA, stellte er seinen Plan vor, der „die internationale Mission auf den fünf ‚globalen Riesen’ dauernd verändern wird. Die Kirche kann für die Kontinente zum ultimativen Mittel der Veränderung und zum Kanal werden, um geistliche Leere, auf sich selbst konzentrierte Leiterschaft, Armut, Krankheit und Unwissenheit (oder Mangel an Bildung) zu überwinden. Dies ist die wichtigste Serie von Botschaften, die wir in den letzten 23 Jahren hier in der Saddleback-Kirche gelehrt haben. Wir glauben, dass dies der Anfang eines geistlichen Erwachens darstellt, eine weltumfassende Bewegung, eine neue Reformation. Die erste Reformation brachte uns zur Botschaft der ursprünglichen Gemeinde zurück. Es war eine Erneuerung der Lehre – was die Kirche GLAUBT. Diese zweite Reformation wird uns zum Auftrag der Urgemeinde zurückbringen. Es wird eine Erneuerung des Zwecks sein – was die Kirche in der Welt TUT.“

All das tönt sehr anziehend und hat natürlich einen Rieseneinfluss auf die evangelischen Christen. Aber der Gedanke, dass die Kirche die Führungssysteme der Welt verändern sowie Armut, Krankheit und Unwissenheit auslöschen könne, stimmt weder mit dem Wort Gottes noch mit dem, was heute in der Welt geschieht, überein. Jesus sagte, dass in der Endzeit die Erde in zunehmendem Masse von Hungersnöten, Erdbeben, Pestilenz und Katastrophen erschüttert und eine weit verbreitete Verfolgung über die Christen kommen wird. Dies ist in der Tat genau das Gegenteil von Rick Warrens Aussage.

Das heisst nun nicht, dass die Christen nicht dazu beitragen sollten, die Not in dieser Welt zu lindern. Aber die Idee, dass sich die Kirche aufmachen kann, um die Regierungssysteme der Welt zu erneuern sowie Armut und Krankheiten der Gesellschaft zu bekämpfen, ist eine neue Darstellung der Herrschaftslehre, welche in den letzten 30 Jahren Christen der Wahrheit des prophetischen Wortes gegenüber verblendet und sie in die Enttäuschung getrieben hatte. Träume von veränderten Gesellschaften und endlo se Prophezeiungen über unmittelbar bevorstehende Erweckungen haben sich in Staub und Asche im Angesicht der sozialen Wirklichkeit aufgelöst. Immer mehr Menschen wenden sich Yoga, Tai Chi und anderen geistlichen Methoden zu, welche auf dem Hinduismus und östlichen Religionen basieren, der Islam wird immer anmassender und abgefallene Gemeindeleiter lehnen die Grundlagen des Glaubens ab und erhalten so die Anerkennung der Medien, die grösstenteils Hass und Verachtung für den Herrn Jesus Christus zeigen. Dabei nehmen Verbrechen, Gewalt, Terrorismus, das Auseinanderfallen von Familien und sexuelle Unmoral ständig zu und erreichen alarmierende Höchstzahlen auf der ganzen Welt, wodurch das Leben für Millionen von Menschen fast unerträglich wird.

Weder in der Bibel noch in den Ereignissen der Welt um uns können wir den kleinsten Hinweis darauf finden, dass eine christliche Armee bestehend aus einer Milliarde Menschen die Welt aus der Dunkelheit ins Licht von Rick Warrens ‚Neuer Reformation’ führen wird. Beginnen wir damit, dass es nicht einmal eine Milliarde Christen auf der ganzen Welt gibt. Die einzige Möglichkeit, wie man auf eine solche Zahl kommen kann, wäre, die Katholiken oder andere Namenschristen zu dieser Gemeinde hinzuzählen, was ohnehin der Weg der modernen evangelikalen Christenheit zu sein scheint. Billy Graham sagte vom letzten Papst:

„Er war einer dieser seltenen Persönlichkeiten, dessen Vermächtnis noch lange nach seinem Ableben bleiben wird. Ich werde immer an seine persönliche Warmherzigkeit denken und an sein tiefes Interesse an unserem Dienst.“ Joel Edwards, Präsident der Evangelischen Allianz Grossbritanniens, sagte: „Johannes Paul II war einer der bemerkenswertesten christlichen Leiter der nahen Vergangenheit, ein christlicher Pastor mit einer Hingabe an die Evangelisation und die weltweite Kirche und an die bekennende Christenheit.“ Brian Houston, Gründer der Hillsong Gemeinde in Australien meinte: „Wir beten, dass diese Ära des Papstes, wie die vorangehenden, durch eine echte Hingabe gekennzeichnet sein wird, damit die christliche Botschaft ausgebreitet wird und die Menschen durch die Kraft des Evangeliums verändert werden.“

Wie können die evangelischen Christen den römischen Katholizismus und den vorangehenden Papst so empfehlen, wo er doch an Maria als eine Mittlerin zwischen Menschen und Gott glaubte und erfreut sagte, dass Buddhisten, Hindus, Moslems und Animisten zum gleichen Gott wie die Christen beteten? Wie können Menschen durch die Kraft des Evangeliums in einer Kirche verändert werden, die diese Kraft selber leugnet? Wenn dies die mehrheitliche Ansicht der evangelischen Christen von heute ist, müssen wir zur ersten Reformation zurückgehen und die Rolle des römischen Katholizismus erkennen, wie sie das biblische Christentum verfolgt und die Ausbreitung des echten Evangeliums und des Wortes Gottes verhindert hatte.

In der echten Reformation haben Männer wie Jan Hus, Latimer, Ridley und Tyndale ihr Leben hingegeben und wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil sie die herrliche Botschaft des Evangeliums den Menschen bringen wollten, die durch päpstlichen Aberglauben und Irrtum verblendet waren. In diesen „Megakirchen“ von Amerika, welche eine Neue Reformation unter Rick Warren hervorbringen wollen, gibt es Tanzveranstaltungen, Einkaufszentren und ein für alle sehr angenehmes und schmackhaftes Christentum, während das Wort Gottes und vor allem die biblische Prophetie grösstenteils beiseite gestellt wird,.

In seinem Buch ‚Leben mit Vision’ deutet Rick Warren darauf hin, dass das Studium der Prophetie eine Ablenkung vom Weitergeben unseres Glaubens sei. Als Auslegung zu Apostelgeschichte 1.6-8 schreibt er (S.281): „Als die Jünger über Prophetie sprechen wollten, wechselte Jesus schnell das Thema in Richtung Evangelium. Er wollte, dass sie sich auf ihren Auftrag in der Welt konzentrierten. Er sagte im Wesentlichen: ‚Die Einzelheiten meiner Rückkehr sind nicht eure Sache. Eure Sache ist die Mission, die ich euch aufgetragen habe. Konzentriert euch darauf!’“ Das geht aber am eigentlich Sinn der Diskussion zwischen Jesus und den Jüngern in Apostelgeschichte 1 vorbei. Jesus wollte nicht sagen, dass uns die Einzelheiten seiner Wiederkunft nichts angehen, er sagte ganz einfach, dass die Ereignisse um die Wiederherstellung des Reiches Gottes an Israel nicht hier und jetzt zu Lebzeiten der Jünger kommen werden, sondern dass sie den Auftrag haben, das Evangelium bis an die Enden der Erde zu bringen.

Wenn der Herr wirklich gedacht hätte, die Einzelheiten seiner Wiederkunft gingen uns nichts an, ist es merkwürdig, dass er in seiner Rede auf dem Ölberg die Zeichen seiner Wiederkunft erklärt hatte (Matthäus 24, Markus 13, Lukas 21) und dass es im Alten und Neuen Testament so viele Prophezeiungen über dieses Ereignis gibt.

Die Meinung, dass ein Konflikt zwischen jenen bestehe, welche die Prophetie studieren wollen und jenen, welche den Missionsauftrag Jesu ausführen wollen, ist tatsächlich ein Widerspruch. Wenn man die Prophetie versteht, kann man die Dringlichkeit, die Evangeliumsbotschaft hinauszutragen, nicht übersehen, damit die Menschen vom Gericht errettet werden, das über diese Erde kommen wird. Nur die abgefallene Kirche will, dass die Christen nicht auf die Verheissungen der Bibel achten, denn sie sagen uns, dass in den letzten Tagen ein falscher Messias und falsche Propheten kommen werden, die viele verführen, und dass eine falsche Kirche vereint mit dem politischen Weltsystem Verfolgung über die wahren Christen bringen wird (Matthäus 24.5, 23-26; 2. Thessalonicher 2; 2. Timotheus 3-4; 2. Petrus 2, Judas, Offenbarung 17).

Interessanterweise hat die römisch katholische Kirche Englands eine Schrift mit dem Titel ‚Das Geschenk der Schrift’ herausgegeben; darin lesen wir, dass wir nicht erwarten können, eine ‚totale Übereinstimmung’ in der Bibel zu finden. Im Besonderen steht, dass die ersten 11 Kapitel von 1. Mose und das Buch der Offenbarung nicht wörtlich verstanden werden sollen und dass wir nicht erwarten können, ‚Einzelheiten über das Ende der Welt’ in der Offenbarung zu finden. Doch der Herr selber sagt, dass es in der Offenbarung um ‚die Dinge geht, die nach diesen stattfinden werden’ (Offenbarung 1.19) und sie beschreibt ausführlich die Zeit der grossen Trübsal, die Herrschaft des Tieres (Antichrist), Harmagedon und die Wiederkunft von Christus auf die Erde. Offenbarung 22.18-19 spricht einen Fluch über diejenigen aus, die ‚von den Worten des Buches dieser Weissagung’ wegnehmen oder hinzufügen.

Natürlich sagt nicht nur der römische Katholizismus, man könne 1. Mose und die Offenbarung nicht wörtlich nehmen. Viele Bibelschulen, von denen man annimmt, sie seien evangelikal, bilden Leute zum Dienst in Gemeinden aus und verspotten die wörtliche Interpretation von 1. Mose und der Offenbarung. Wenn wir aber Gott nicht vertrauen kö nnen, was Er über Anfang und Ende spricht, wie sollten wir Ihm dann für das, was zwischendurch geschieht, vertrauen können? Es gibt wissenschaftliche Gruppen, die sich mit der Schöpfung auseinandersetzen und hervorragendes Beweismaterial herstellen, das aufzeigt, dass der Schöpfungsbericht die naheliegendste und glaubwürdigste Erklärung unseres Daseins ist. Der eigentliche Zweck dieses Heftes ist Christen zu helfen, die Bedeutung der biblischen Prophetie in ihrem Bezug zu den laufenden Ereignissen zu verstehen.

Jedermann, der nüchtern und realistisch die momentane Weltlage einschätzt, muss erkennen dass die Welt auf die grosse Trübsalzeit und die Regierung des Antichristen zugeht. Eine Welt, welche die Kinder mit Okkultismus, Gewalt und sexueller Unmoral indoktriniert, wird sich nicht in grossen Scharen an Jesus wenden, wenn Schwierigkeiten über die Erde kommen, sondern an den falschen Messias oder den Antichristen (Offenbarung 13). Unser heutiges Weltsystem ist ein auf Sand gebautes Haus, welches auf eine Katastrophe zugeht; weder Politiker, noch führende Persönlichkeiten aus der Wirtschaft noch Kirchenverantwortliche können diese zukünftige Katastrophe aufhalten. Der einzige, der das durch uns entstandene Durcheinander auf dieser Erde wieder ordnen kann ist der Herr Jesus selber. Die biblische Prophezeiung sagt uns klar, dass Er dies tun wird, wenn Er in Kraft und Herrlichkeit wieder kommt.

Wenn aber die Kirche ermutigt wird, das prophetische Wort zurückzuweisen und mit der Welt zusammenzuarbeiten, indem man zur Lösung der Probleme gemeinsam einen weltweiten FRIEDENSPLAN erarbeitet, wird die Kirche am Schluss mit dem Weltsystem und der abgefallenen Kirche Kompromisse eingehen. Diese wird gemäss Offenbarung 17.5 als „Geheimnis, die grosse Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Gräuel auf Erden“ beschrieben. Da diese Organisation die wahren Christen verfolgen wird („Und ich sah das Weib, trunken von dem Blut der Heiligen und von dem Blut der Zeugen Jesu.“), ergeht der Ruf des Herrn an uns: „Komm aus Babylon heraus“, um nicht mit ihr zusammenzuarbeiten!

Der wahre Friedensplan Gottes hat mit dem Messias Jesus zu tun, der dann auf den Ölberg zurückkommt, wenn durch einen weltweiten Konflikt am Ende dieses Zeitalters alle Armeen der Welt nach Jerusalem kommen. In der Zwischenzeit ergeht Sein Ruf an uns, durch Busse und Glauben an den Herrn Jesus Christus, der Sein Blut für uns am Kreuz zur Erlösung vergossen hat, mit Gott Frieden zu schliessen. Es ist traurig, dass inmitten allen Aufruhrs für eine ‚Neue Reformation’ für die Rick Warren einsteht, mehr und mehr die Verkündigung des Evangeliums und das Studium des Wortes Gottes in bekennenden evangelikalen Gemeinden vernachlässigt wird. Als Folge davon sieht die ‚Neue Reformation’ eher wie eine Gegenreformation aus, welche die Kirche ins dunkle Mittelalter des Aberglaubens und der Unwissenheit zurückführt.

Wir sind aber damit einverstanden, dass eine weltweite Bewegung notwendig ist, welche Christen mobilisiert, vor der kommenden Gerichtszeit zu warnen und auf den Herrn Jesus hinzuweisen, der als Erfüllung der Verheissung des leidenden Messias in Knechtsgestalt gekommen ist und der als Erfüllung der Verheissung des regierenden Königs und Messias wiederkommen wird. Wir müssen beten, dass der Heilige Geist solch eine Bewegu ng entstehen lässt, um das Wort des Heils dieser letzten Generation zu verkünden, solange noch Zeit dazu bleibt.

Sir Isaac Newton, der berühmte Wissenschaftler, der von 1643-1727 gelebt hatte, war ein bibelgläubiger Christ. Er schrieb über die Endzeit: „Ein Leib von Menschen wird sich bilden, welche ihre Aufmerksamkeit auf die Verheissungen richtet und inmitten von viel Geschrei und Opposition auf ihrer wörtlichen Erfüllung bestehen wird.“ Wenn sich die Welt mehr und mehr einer Katastrophe nähert, werden viele Menschen nach einer Antwort Ausschau halten, die Sinn macht. Die Idee, dass die Christen die Regierungsgewalt übernehmen und die Probleme der Armut lösen und göttliche Führung auf diese Welt bringen werden, wirkt im Licht der Aussagen von Jesus und den Aposteln über das Ende dieses Zeitalters lächerlich. Die einzige Botschaft welche wirklich Sinn macht, ist ‚dem kommenden Zorn zu entfliehen’ und ‚Busse zu tun und dem Evangelium zu glauben, denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen.’

Obwohl wir nicht über Besucherzahlen wie Rick Warren berichten können, verfügen wir doch über ein wachsendes Netzwerk von Leuten über die ganze Welt verteilt, die sich bewusst sind, dass das Ende dieses Zeitalters kommt und die Botschaft des Heils bekannt machen möchten. Wenn man sich auf einem sinkenden Schiff befindet und das Wasser durch ein Vielzahl von Lecks hineinströmt, bringt der Versuch, die Löcher zu stopfen, nicht viel. Man muss die Leute aus dem Schiff in das Rettungsboot bringen.

Damit meine ich nicht, dass Christen nicht den Armen als Bestandteil ihrer Sorge um das Seelenheil dieser Menschen helfen sollten. Aber ich bin der Überzeugung, wenn Christen meinen, sie könnten dadurch das Weltsystem retten, sie enttäuscht werden. Der Grund ist, dass das Schiff, auf dem die Menschheit sich befindet, das allumfassende Weltsystem, an vielen Stellen neben der Wasseroberfläche löchrig ist. Es kann nicht mehr vor der Zerstörung gerettet werden. Aber die Menschen im Schiff können gerettet werden. Doch nur ein Rettungsboot kann uns in Sicherheit bringen – Busse und Glaube an den Herrn Jesus Christus.

Wenn Sie sich herausgefordert fühlen, etwas in diese Richtung zu unternehmen, dann finden Sie hier einige Vorschläge:

  • Beten Sie, dass Gott Menschen beruft, die in dieser Zeit in der Wahrheit dienen und Menschen auf das Heil durch Glauben an den Herrn Jesus Christus aufmerksam machen können.
  • Verteilen Sie Broschüren, Zeitschriften, Bücher und Videos, die dazu geeignet sind, Menschen auf die Wiederkunft des Herrn und den Weg zur Errettung aufmerksam zu machen.
  • Veranstalten Sie ein Bibelstudium, welches sich mit den Themen der Endzeit befassen (auf Englisch ist eine Serie zu diesem Thema von Tony Pearce erhältlich (The Omega Course).
  • Organisieren Sie eine Zusammenkunft (zu Hause oder in der Gemeinde), um einen Film über die Endzeit zu zeigen und laden Sie unter anderen auch Nichtchristen dazu ein.

Studieren Sie selber diese Themen, damit Sie Menschen, die durch die Weltereignisse verwirrt sind, zeigen können, dass Jesus wieder kommt und wie wir an Ihn glauben können.

Tony Pearce

Tony Pearce

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