Light for the Last Days

Ein Haus auf Sand gebaut

Am 20. Januar 06 erschien in einer englischen Tageszeitung ein Artikel mit dem Titel „Was Sie über die kommende Ölkrise nicht erfahren sollten“ von Jeremy Leggett, einem früheren Spezialisten des Ölgeschäfts. Darin steht: „Ein Hirngespinst geht in Europa herum – das Hirngespinst einer akuten Energiekrise, welche die Zivilisation verändert. … Wir liessen das Öl unersetzlich werden, und zwar buchstäblich für alles, was wir tun. 90 Prozent des gesamten Transports, ob auf Land-, Luft- oder Seeweg, wird mit Öl angetrieben. 95 Prozent aller Waren in den Geschäften haben mit dem Gebrauch von Öl zu tun und auch 95 Prozent all unserer Lebensmittel verlangen den Einsatz von Öl.

Die Welt verbraucht täglich mehr als 80 Millionen Barrel Öl, das sind 29 Milliarden Barrel jährlich. Diese Angaben steigen schnell in die Höhe, wie dies schon seit Jahrzehnten der Fall ist. Die amerikanische Regierung erwartet, dass der weltweite Verbrauch bis 2025 auf 120 Millionen Barrel täglich steigt, was einem jährlichen Verbrauch von 43 Milliarden Barrel entspricht. Leggett sagt: „Die elementarsten und grundlegendsten Voraussetzungen für eine gute zukünftige Wirtschaft sind zerbrochen. Unsere Gesellschaft ist in einem Zustand kollektiver Verleugnung, wie es ihn im Verlauf der Geschichte noch nicht gegeben hat, weder in seinem Umfang noch in Bezug auf seine Folgen.“

Die modernen Industriestaaten rechnen mit einem Energienachschub, der eine sichere Elektrizitätsversorgung unserer Wohnungen und Arbeitsstätten gewährleistet sowie die Transportsysteme unterhält, welche Waren und Menschen von einem Ort zum andern rund um die Welt befördern. Ohne die Energiequellen – Kohle, Erdöl, Gas und Atomkraft – fällt das ganze System auseinander.

In Amerika wird eine solche Möglichkeit langsam in Betracht gezogen, und zwar von jenen, welche das Phänomen der ‚Peak Oil‘ als eine grosse Bedrohung für den westlichen Lebensstil kommen sehen. Darunter versteht man den Punkt, an welchem die Ölproduktion eine Höchststufe erreicht bevor sie wieder abnimmt, obwohl die Nachfrage für Öl weiter steigt. Wenn einmal die weltweite Nachfrage nach Öl die weltweite Ölproduktion um eine bedeutende Menge überholt hat, wird der Ölpreis derart in die Höhe schnellen, dass ölabhängige Wirtschaftszweige zusammenbrechen und Kriege um Rohstoffvorräte aufflammen werden.

Matthew Savinar hat einen Artikel zu diesem Thema unter  http://www.lifeaftertheoilcrash.net im Internet veröffentlicht. Er schreibt: „Die Zivilisation wird so, wie wir sie kennen, bald zu Ende gehen. Dies ist nicht eine dumme Aussage einer Weltuntergangssekte, einer Sekte mit biblischer Prophetie über die Offenbarung oder einer Gesellschaft einer Verschwörungstheorie. Viel mehr sind die bestbezahlten und am meisten anerkannten Geologen, Physiker und Anlageberater der ganzen Welt zu diesem Schluss gekommen. Es sind dies rational denkende, professionelle und konservative Persönlichkeiten, die durch das Phänomen, welches als globales „Peak Oil“ bekannt ist, in Schrecken versetzt wurden.

“Wann wird dies geschehen? Savinar meint, „einige Geologen erwarteten, dass 2005 das letzte Jahr der Fülle billigen Öls sei, während viele Schätzungen aus der Ölindustrie andeuten, dass ‚ein scheinbar unüberbrückbarer Riss zwischen Angebot und Nachfrage sich nach 2007 auftun wird. Dies würde zu grösseren Brennstoffknappheiten und zunehmend bedeutenderen Ausfällen ab Anfang 2008-2012 führen.’ Richard Heinberg schreibt in seinem Artikel ‚Rauchende Schusswaffe: Das Interesse von CIA an der Peak Oil’: „Eine zunehmende Übereinstimmung von Erdölgeologen denken, dass sich dies in einer mittelfristigen Zeitspanne zwischen 2006 und 2015 ereignen wird.“

Savinar betrachtet Alternativen zu Erdöl als Energiequellen für das jetzige Weltsystem als reine Phantasie. Umweltfreundliche Alternativen wie Solar-, Wind- und Wellenenergie bilden nur einen winzigen Bruchteil der Energie, die jetzt durch Erdöl zur Verfügung steht. Wasserstoff als Alternative zu Öl funktioniert vor allem wegen der riesigen Produktionskosten und den grossen Lagerproblemen auch nicht. Er sagt, dass wir gar keine Zeit hätten, die immensen Infrastrukturen aufzubauen, die nötig sind, um die auf Erdöl basierenden Industriesysteme auf alternative Energie umzurüsten. Dazu fehlt auch der politische Wille und die finanzielle Kapazität.

Savinar sieht einen unvermeidlichen Zusammenbruch der amerikanischen Wirtschaft kommen, welcher den Rest der Welt miteinbeziehen wird. „Als Vorreiter in der Weltwirtschaft wird der Abstieg der USA auch andere Industrienationen zu Fall bringen. Durch die finanziellen Umschichtungen, welche durch die kommenden ‚Ölschocks’ ausgelöst werden, könnte es zu einer Serie von destabilisierenden Kriegen um Ressourcen und zu Ausschreitungen wegen Währungsproblemen kommen. Der damalige Zusammenbruch der Weimarer Republik in den 1920er Jahren, der zum dritten Reich in den 30er Jahren und zum zweiten Weltkrieg in den 40er Jahren geführt hatte, war in vielem ähnlich.

Dazu kommt noch, dass der grösste Teil der Öllieferanten auf der ganzen Welt alles andere als zuverlässig ist. 70% der weltweiten, bestätigten Ölreserven befinden sich im Nahen Osten. Saudi-Arabien hat mit 264,2 Milliarden Barrel bestätigter Ölreserven den grössten Vorrat (25% der Gesamtsumme). Das Öl aus diesem Gebiet ist am leichtesten zu fördern und zu exportieren. Kürzliche Ölfunde im Gebiet des Kaspischen Meers und in Zentralasien sind nicht so gross wie ursprünglich erhofft und diese Gebiete sind von Land umgeben. Das bedeutet, dass zuerst Pipelines durch unstabile Gebiete von Afghanistan über den südlichen Kaukasus in den Westen gebaut werden müssen, um das Öl zum Verbraucher zu bringen. Die Verletzbarkeit von Pipelines durch Terrorismus wurde durch die häufigen Angriffe von Rebellen im Irak erwiesen.

Ein Unterbruch an irgendeiner Stelle könnte Panik auf dem Markt und schnell steigende Preise auslösen. Ölanalyst Matt Simmons schrieb ein Buch ‚Twilight in the Desert’ (erscheint im Juni 06 auf deutsch unter dem Titel ‚Wenn in der Wüste die Sonne untergeht‘), worin er warnt, dass in die Höhe schiessende Preise die Welt in einen Krieg ziehen könnten. Ein Funke, welcher das Feuer anfachen könnte, ist das Atomprogramm des Irans, welches Sorgen um einen möglichen Unterbruch der Öllieferungen aus dem Nahen Osten verursacht. Im Januar 2006 drohte der Iran mit verkürzten Lieferungen, wenn sich Europa weit erhin das Recht nimmt, sich bei der Entwicklung des Atomprogramms einzumischen. Der Iran drohte auch, die Schifflieferungen durch die Meerenge von Hormuz am Eingang zum persischen Golf zu sperren, falls ihre Atomanlagen angegriffen würden. Tag täglich passieren Tankers mit insgesamt einer Ladung von 15 Millionen Barrel Öl diese Meerenge.

In über 50 ölproduzierenden Ländern, einschliesslich den USA und Grossbritannien, nimmt die Produktion ab. Von Jahr zu Jahr entdeckt man weniger Ölfelder, die von Bedeutung sind, während die Nachfrage nach Öl ständig steigt. Im besonderen haben China und Indien bereits heute einen bedeutenden Einfluss sowohl auf die Ölvorräte wie auch auf die Umwelt. Der Grund dazu ist die riesige Bevölkerung und der steigende Wohlstand, der durch die wirtschaftliche Entwicklung erreicht wurde. Grosse Ölfunde hat man in Russland gemacht, die Quellen liegen tief in Sibirien. Russland könnte sich jedoch als unzuverlässiger Lieferant entpuppen.

Als Russland im Januar 2006 die Preise für die Gaslieferungen an die Ukraine stark erhöhte und mit Gaskürzungen drohte, falls die Preise nicht bezahlt würden, löste dies eine Krise aus. Viele sind der Meinung, dass Russland die Ukraine für seine prowestliche Politik bestrafe. Die Drohung, den Gashahn zuzudrehen, beeinträchtigt jedoch nicht nur die Ukraine. Als sich die Krise ausweitete, beobachteten viele Länder Europas während einiger Tage die Situation mit Nervosität.

Der Vizepräsident von Gazprom, der riesigen russischen Gesellschaft, die den russischen Gasfluss in den Westen kontrolliert, reiste nach London um Grossbritannien zu versichern, dass für sie keine Gefahr von Gaskürzungen bestünde. Gerade am nächsten Tag fiel das Thermometer auf – 30° in Moskau und stellte einen neuen Rekord der letzten 50 Jahre auf. Gas, welches normalerweise exportiert wird, wurde für den Eigenverbrauch in der Heimat umgeleitet. Lieferungen in den Westen fielen aus. Die Nervosität wurde noch verstärkt, als die Zeitungen davon berichteten, dass Gazprom versucht, eine Mehrheit der Aktien der britischen Gasgesellschaft zu erwerben.

Man kündigte enorme Preiserhöhungen für Gaslieferungen an, und die Aussicht, dass die Quelle dieser Lieferungen in der Hand einer Macht steht, die den Westen in der Zeit des Kalten Krieges konfrontiert hat, ist kaum beruhigend. Immerhin hat Russlands Präsident Putin eine These aufgestellt, in der er behauptet, dass Russland seine Energievorräte dazu nutzen könnte, um wieder Weltmacht zu werden. Russland liefert einen Viertel des gesamthaft benötigten Gases in Europa und 90 % davon fliessen durch die Ukraine. Es ist geplant, diese Lieferungen noch auszuweiten, sobald die riesige Pipeline, die jetzt gebaut wird und unter der Nordsee von Russland nach Deutschland verläuft, fertiggestellt ist. Grossbritannien wird am Ende dieser Gaslinie sein, welche an Bedeutung zunehmen wird, weil die Öl- und Gasvorkommen aus der Nordsee zur Neige gehen.

Eine durch Ölkürzungen hervorgerufene Krise oder ein grosser Preisanstieg von Öl und Gas könnten die Welt ins Chaos stürzen. Die Bibel spricht über eine solche Zeit am Ende unseres Zeitalters und vergleicht sie mit den Geburtswehen einer schwangeren Frau. In 1. Thessalonicher 5.1-3 schreibt Paulus: „Von den Zeiten aber und Stunden, liebe Brüder, ist nicht Not euch zu schreiben; denn ihr selbst wisst gewiss, dass der Tag des Herrn wird kommen wie ein Dieb in der Nacht. Denn wenn sie werden sagen: es ist Friede, es hat keine Gefahr, so wird sie das Verderben schnell überfallen gleichwie der Schmerz ein schwangeres Weib, und werden nicht entfliehen.“

Wenn eine Frau Wehen bekommt, beginnt ein Prozess, der zur Geburt des Kindes führt. Sie weiss, dass dies die Zeichen der bevorstehenden Geburt sind, aber das Kind sieht sie noch nicht und sie weiss auch nicht, wie lange dieser Prozess dauert. Heute werden die Zeichen der Wiederkunft von Jesus Christus erfüllt – nicht nur einige, sondern alle. Wir wissen nicht, wie lange es dauert, bis die in diesem Artikel beschriebene Krise auf der ganzen Welt losbricht,

aber es besteht kein Zweifel, dass dies geschehen wird. Dann wird ein Zeitabschnitt auf dieser Welt beginnen, den die Bibel als grosse Trübsal bezeichnet. Jesus beschreibt dies in Matthäus 24.21-22: „Denn es wird alsdann eine grosse Trübsal sein, wie nicht gewesen ist von Anfang der Welt bisher und wie auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzt.“

Alle können sehen, dass unsere Gesellschaft auf einen unsicheren Grund gebaut ist. Die bekannten Worten von Jesus passen deshalb zur modernen technologischen Gesellschaft.

„Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, den vergleiche ich einem klugen Mann, der sein Haus auf Felsen baute. Da nun ein Platzregen fiel und ein Gewässer kam und wehten die Winde und stiessen an das Haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen Felsen gegründet. Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der ist einem törichten Manne gleich, der sein Haus auf den Sand baute. Da nun ein Platzregen fiel und kam ein Gewässer und wehten die Winde und stiessen an das Haus, da fiel es und tat einen grossen Fall.“ Matthäus 7.24-27

Der Sturm bricht früher oder später los und dann wird das Haus zusammenbrechen. Was wird dann mit Ihnen und mit mir sein? Die heutige Weltlage drängt die Menschheit in eine noch nie da gewesene Krise der menschlichen Geschichte, welche alle Länder der Erde beeinträchtigen wird und die Möglichkeit hervorbringt, dass sämtliches Leben auf der Erde ausgelöscht werden könnte, wenn Gott nicht durch die Wiederkunft Jesu eingreifen würde; dadurch werden diese Tage ‚verkürzt’ und die Zeit der menschlichen Misswirtschaft auf der Erde beendet.

Trotz alledem gibt es eine herrliche Hoffnung für die Zukunft. Jesus sagte: „Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, so sehet auf und erhebet eure Häupter, darum dass sich eure Erlösung naht.“ Lukas 21.28. Dies hat bereits begonnen und deshalb sollten wir auf die Wiederkunft des Herrn Jesus als Hoffnung für die Welt schauen. Jesus sagt über die Ungläubigen in Lukas 21.26, dass sie verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen, doch die Gläubigen haben eine ganz andere Erwartung: „…Dass wir züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des grossen Gottes und unsers Heilandes, Jesus Christus“ Titus 2.12-13.

Wenn auch die Lichter überall auf der Erde ausgehen, so geht doch das Licht des Glaubens und der Hoffnung in Jesus in den Herzen der wahren Gläubigen nie aus. Um dem kommendem Zusammenbruch der auf Erdöl basierenden Industriegesellschaft zu entweichen, schlägt Savinar im bereits zitierten Artikel vor, in ein Gebiet umzuziehen, das möglichst wenig unter den Folgen dieser Tatsachen leidet. Für viele Menschen ist dies aber kein gangbarer Weg und es wird auch niemanden retten. Wie in den Tagen Noahs wird es kein Entweichen geben.

Aber der Herr hat wohl einen Plan, sein Volk an einen andern Ort zu versetzen: „Denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei und der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes hernieder kommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst. Danach wir, die wir leben und übrigbleiben, werden zugleich mit ihnen hingerückt werden in den Wolken, dem Herrn entgegen in der Luft, und werden also bei dem Herrn sein allezeit. 1. Thessalonicher 4.16-17.

Dieses Ereignis ist als Entrückung der Gemeinde bekannt und wird unerwartet und unangekündigt stattfinden, so wie ein Dieb in der Nacht kommt. Zu jenem Zeitpunkt werden die Erretteten an einen sicheren Ort versetzt werden, bevor die Gerichte in der grossen Trübsalperiode über die Erde hereinbrechen.

Im Lichte von alledem gibt es nur eine einzige Hoffnung für die Welt. Die Wiederkunft von Jesus. Das menschliche Geschlecht hat seine Chancen, diese Welt selber zu erretten, bereits verspielt.

Das heutige Weltsystem kann nicht bestehen, denn es basiert auf einer falschen Grundlage. Aber wenn auch alles andere erschüttert wird, Gottes Reich kann nicht erschüttert werden. Um in das Reich Gottes zu kommen, sagt Jesus: „Ihr müsst von neuem geboren werden“ (Johannes 3.7), nicht physisch, sondern geistlich, indem man sich von der Sünde und vom Unglauben abwendet und im Glauben zu Gott kommt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, als Er den Preis für unsere Sünde bezahlt hat. Alle, die ihr Vertrauen auf Ihn gesetzt haben, wird Er auch auferwecken. Wenn Sie diesen Schritt noch nicht unternommen haben, bitte ich Sie, dies ohne zu zögern zu tun. Nachstehend finden Sie ein Gebet, welches Sie sprechen können, um Errettung durch den Messias Jesus zu erlangen.

„Lieber Himmlischer Vater, Ich gebe zu ein Sünder zu sein und brauche Vergebung. Ich glaube, dass der Messias Jesus an meiner Stelle gestorben ist, dass Er Sein Blut für mich vergossen hat, um für meine Sünden zu bezahlen, und dass Er von den Toten auferstanden ist, um mir ewiges Leben zu geben. Ich bin gerade jetzt bereit, mich von meinen Sünden abzuwenden und den Messias Jesus als meinen persönlichen Retter und Herrn anzunehmen. Ich übergebe Dir mein Leben und bitte Dich, Deinen Heiligen Geist in mein Leben zu senden, damit ich erfüllt werde und Er mich führen und mir helfen kann, die Person zu werden, die Du aus mir machen möchtest. Danke Vater, dass Du mich liebst. Im Namen Jesu, Amen.

Viel Information in diesem Artikel stammt aus dem neuen Buch von Tony Pearce, ‚The House on the Sand‘ in englischer Sprache für CHF 20.–/€ 13.– inkl. Versand erhältlich.

Tony Pearce

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